4 Punkte von Lars Tuncay:
Poppy – allein dieser Name zaubert uns schon ein Schmunzeln auf die Lippen und wenn wir die zierliche Figur kennen lernen, zu der er gehört, ist es ganz um uns geschehen. Eigentlich heißt sie ja Pauline, aber die sonnige Kurzform passt viel besser zu der dauerquasselnden Frohnatur. Poppy glaubt an das Gute im Menschen und versucht wirklich jeden mit ihrem Optimismus anzustecken. Als Grundschullehrerin blüht sie auf, am Wochenende geht sie mit ihren Freundinnen feiern und, wenn die Tage mal trübe sind, macht sie es sich mit ihrer Mitbewohnerin Zoe gemütlich. Nichts kann sie niederschmettern. Selbst der grantige Fahrlehrer Scott scheitert an ihrem sonnigen Gemüt und ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit. Ein Antisemit, ein Penner und eine frustrierte Flamenco-Lehrerin – sie alle profitieren von Poppys Flirt mit dem Leben. Nur gut, dass an der Idee von Karma etwas dran ist und das Glück ihr treu zu bleiben scheint.
Was für ein Charmebolzen! Mit "Happy-Go-Lucky" kommt die wohl süßeste Überraschung seit langer Zeit in die Lichtspielhäuser, das erste Feel-Good-Movie des Kinosommers. Mike Leigh, dessen Sozialdramen sich schon immer durch ein Zwinkern im Augenwinkel auszeichneten, hat sich nach "Vera Drake", der 2004 den Goldenen Löwen in Venedig gewann, hier gänzlich der Sonnenseite des Lebens zugewendet. Seine Hauptdarstellerin Sally Hawkins lässt die Leinwand erstrahlen und bläst die Sorgen für zwei unbeschwerte Kinostunden aus dem Alltag. Eine grundgütige Komödie, wie sie nur aus Britannien kommen kann.






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