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Yingxiong / 英雄

China 2002

DVD 95min

Standort

Alpha60 Far East - Samurais

Sprachen
Deutsch, Mandarin   
Untertitel
Deutsch, Mandarin   
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Regie
Yimou Zhang
Drehbuch
Yimou Zhang, Bin Wang, Feng Li
Kamera
Christopher Doyle
Musik
Tan Dun
Produzent
Yimou Zhang, William Kong
Schauspiel
Tony Leung Chiu Wai, James Hong, Ziyi Zhang, Maggie Cheung, Jet Li, Donnie Yen, Daoming Chen, Yan Qin, Zheng Tia Yong, Liu Zhong Yuan
Awards
Alfred-Bauer Preis
Genre
Abenteuerfilm, Historienfilm, Action
Stichworte
Far East, Wuxia
Inhalt
Grandioses chinesisches Historienepos (s.a. "Der Kaiser und sein Attentäter").

Kommentare

5 Punkte von Christian:
Die Musik und die Schwertkunst streben zur höchsten Perfektion, heißt es in diesem Film. Doch eins kommt hier noch dazu: die geformten Bilder. Wie Kalligraphien scheinen sie durch tiefste Erkenntnis der Einheit und höchster Ausdruckskraft geschaffen als monumentale, bewegende Gemälde. Die unglaublich emotionalen Farbgebungen spiegeln zu jeder Zeit die innere Bewegnes der Protagonisten wieder. Drei Attentäter wollen einen kriegerischen König töten. Doch ein vierter Unbekannter (Jet Li in seiner bisher besten Rolle) bringt deren Waffen zum Beweis ihres Todes und darf sich ihm auf zehn Schritte nähern. Die Geschichte dieser Begebenheit stößt den großen Gegensatz von persönlicher Rache und der Vision von Frieden auf, den die Schönheit dieses Films mit auswegloser Präzision zur wahrlich heldenhaften Lösung begleitet. Dies ist eine Legende von tiefer Liebe, von heroischem Kampfe und großen Idealen, welche der Tod unsterblich macht.

4 Punkte von Shakaar:
3 Attentäter trachten danach, einen despotischen und kriegerischen König zu töten, um das Land von seinen Leiden zu befreien. Bis ein unbekannter vierter die Halle des Königs betritt und und verkündet er habe alle 3 Attentäter besiegt. Als Beweis trägt er ihre Waffen bei sich und darf sich somit dem König bis auf 10 Schritte nähern. Als dieser jedoch fragt wie er die 3 Attentäter besiegt hat, beginnt die Verfilmung "Der Kaiser und sein Attentäter" eine bildgewaltige, emotional packende, nach Perfektion strebende und farblich imposant in Szene gesetzte Handlung zu entwickeln, in dem der Gegensatz zwischen Krieg und Frieden im Laufe des Filmes immer mehr verwischt. Absolut schön, nach Perfektion streben Martial Arts Szenen und mit der stets nach dem höheren Grund suchende Philosophie des fernen Ostens bietet der Film ein Hör und Augenschmaus für alle Zuschauer

4 Punkte von melanie:
Hero mag ich sehr. Ein künstlerischer und stilvoller Film über einen Attentäter, der beabsichtigt, den König Qin zu töten, welcher seit Jahren Krieg gegen sechs chinesische Königreiche führt. Das Volk leidet und vier Schwertkämpfer haben einen Plan geschmiedet, wie sie Qin töten können. Ein Film, wie ein Traum, in herrlichen Farben, mit fantastischer Kampfkunst, der eine Geschichte erzählt, die voller Wandlungen ist und die eine schwebend leichte Spannung bis zum Ende trägt. Ich kann den Film nur empfehlen, wobei ich einen großen Bildschirm vorschlage, denn so wirkt er noch besser. Jet Li in einer seiner besten Rollen!!

4 Punkte von Susanne Schulz:
China ist gegen Ende der „Epoche der kämpfenden Staaten“ (481-221 v.Chr.) in sieben Königreiche zerfallen. Der Herrscher über die nördliche Provinz Qin will die sieben Teile zu einer mächtigen Dynastie unter seiner Führung einigen. Aber er hat erbitterte Gegner, die diesen Vorherrschaftsanspruch durch ein Attentat vereiteln wollen: Broken Sword, Flying Snow und Sky. Auf sie hat der König ein Kopfgeld ausgesetzt. Eines Tages steht ein Namenloser vor seinen Toren, um ihm die Schwerter der drei Gesuchten zu überbringen. Der Altmeister des chinesischen Kinos Zhang Yimou wollte „einen poetischen Film über Kong Fu“ inszenieren, in dem er „die geistige Ebene des Schwertkampfes“ zeigen möchte. Als Kind habe er viele Bücher über das Thema gelesen und es hätte ihn immer beeindruckt, dass die Helden den Gegner eigentlich mit ihrem Herzen und ihrem Geist besiegten und nicht mit dem Schwert. Die Bilder und Symbole, die Yimou für seine lyrische Version eines Kong-Fu-Filmes verwendet, sind von einer erhabenen Ästhetik, die an pompöse Operninszenierungen erinnern und von Tan Duns Filmmusik getragen werden. Die natürliche Kulisse bilden berühmte chinesische Landschaften. Unterteilt in unterschiedliche Farbskalen, erzählt der Regisseur eine Geschichte über „Passion, Liebe, Wahrheit und Erinnerung“, gleichzeitig aber auch die Wandlung eines totalitären Herrschers, der am Ende zum Helden wird, weil er erkennt, dass er sich um sein Volk kümmern muss, um es zu einen. In China gab es eine Debatte um die Darstellung des Königs, aber auch das westliche Publikum fragt sich, ob Yimou mit seiner Auflösung der Geschichte nicht eine tyrannische Diktatur mystifiziert. Der Regisseur gab zu Protokoll, er habe kein politisches Statement abgeben wollen, Kong-Fu habe jedoch den Frieden zum Anliegen. In heutigen Zeiten ist das wohl Statement genug.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb