5 Punkte von anonym:
toller film, wahnsinnig schöne bilder,...
5 Punkte von Lars Tuncay:
Die große Zeit des russischen Kinos liegt lange zurück. In diesem
Jahr hat es mit „The Return – Die Rückkehr“ erstmals seit Jahren
wieder ein Film eines Russen in die Nominierungsliste des Golden
Globes geschafft. Dabei ist Andrej Swaginzews Werk wahrlich kein Film
fürs unterhaltungsfilmgeprägte US-Kino. Erzählt wird die geschichte
der Brüder Iwan und Andrej, die alleine mit ihrer Mutter in einer
russischen Provinzstadt leben. Als plötzlich der Vater der beiden
nach zwölf Jahren wieder zur Familie zurückkehrt, versucht er rigoros
den Respekt der Söhne zu erlangen und nimmt die beiden mit auf einen
Ausflug. Während Andrej zu seinem Vater aufschaut, ist sein jüngerer
Bruder Iwan skeptisch angesichts der Verschwiegenheit des Fremden.
Unheilschwanger, düster und deprimierend ist die Welt, die
Swjaginzews da entwickelt. Fasziniert betrachten wir die Ereignisse
aus der Sicht der Söhne und begegnen dem schweigsamen Vater mit
Skepsis. Vieles ist ungeklärt, ungesagt und zurück bleibt ein flaues
Gefühl in der Magengegend des Zuschauers, aber auch die Gewissheit,
etwas Großes gesehen zu haben. Erstaunlich ist dabei vor allem, dass
es sich bei „The Return“ um ein Werk von Debütanten handelt: sowohl
für Regisseur Swainzew, als auch für Kameramann Michail Kritschman
und die beiden Hauptdarsteller ist dies die erste Kinoproduktion. Mit
einer wortkargen Langsamkeit, die an die Filme Tarkowskis erinnert
erzählen sie in wundervollen, aschfahlen Bildern das langsame
Annähern zweier Generationen, „um das Herz der Väter zu den Söhnen
und das Herz der Söhne zu den Vätern zu bekehren“, wie es in dem
zugrunde liegenden Bibelvers heißt. Erstaunt ist man auch ob der
Fotos der Reise die im Abspann zu sehen sind und belegen, wie viele
fröhliche Moment wir im Zusammensein der beiden mit ihrem Vater
miterleben durften.
5 Punkte von Liv:
Andrei Zvyagintsev - mein uneingeschränktes Lob gilt Dir und Deinem Film. Von eindringlicher Schönheit die Bilder, einfältig und doch abgeklärt die Charaktere der Kinder, dunkel und zäh das Wesen des Vaters. Ein Lehrfilm darüber, wie man einen Film macht: keine Einstellung zuviel, jedes Bild sorgfältig gewählt und austariert, kein Lavieren zwischen den Objekten, sondern entschiedene zupackende Bilder, sorgsam und doch bestimmt rhythmisiert. "The Return" gehört zu den größten Werken der Filmgeschichte.

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