Suche

Suche
Alpha60 Logo

The Fountain

USA 2006

DVD 96min

Standort

Alpha60 Liebesfilm - USA

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Kommentar schreiben Verwandte Filme
Regie
Darren Aronofsky
Drehbuch
Darren Aronofsky
Kamera
Matthew Libatique
Musik
Clint Mansell
Produzent
Arnon Milchan, Eric Watson, Iain Smith
Literaturvorlage
Ari Handel
Schauspiel
Hugh Jackman, Cliff Curtis, Rachel Weisz, Mark Margolis, Ellen Burstyn, Stephen McHattie, Donna Murphy, Ethan Suplee, Sean Patrick Thomas
Empfohlen von
Captain Future, sparky, Mitarbeiter
Genre
Drama, Liebesfilm, Science-Fiction, Historienfilm
Inhalt
Drei Epochen, drei Männer, drei Schicksale: Im 15. Jahrhundert ist ein Conquistador auf der Suche nach dem Baum des Lebens im Reich der Maya. In der Gegenwart versucht ein Wissenschaftler verzweifelt ein Mittel gegen den Krebs zu finden, um seine Frau zu retten. 500 Jahre später ist ein Astronaut auf dem Weg zum Maya-Nebel Xibalba. An Bord: der Baum des Lebens. Bildgewaltige, philosophische Liebesgeschichte von Kino-Magier Darren Aronofsky.

Kommentare

4 Punkte von anonymplug:
Pi war sein großer Durchbruch, danach fesselte Aronofsky mit seinem krassen Drogenfilm Requiem for a dream. Nun steht eine zeitüberwindende Liebesgeschichte in drei Epochen im Mittelpunkt. Wieder einmal steht die Ästhetik des Films im Mittelpunkt, war es bei PI noch kontrastreiches Schwarz-weiss und ein wahnsinniger Protagonist, standen bei Requiem for a dream schnelle Schnitte und Paralellmontagen im Vordergrund. Nun also ein eher ruhiger Film, der aber genauso durch seine bahnbrechende Ästhetik besticht. Die Geschichten mögen nicht alle restlos überzeugen, aber dennoch sehr sehenswertes Drama!

5 Punkte von Lars Tuncay:
Wir sind sterbliche Wesen. Unsere Zeit auf Erden ist begrenzt. Wir alle wissen das, und doch wehren wir uns mit Kräften gegen das Unausweichliche. Manche bis zur Besessenheit. Ein solch Besessener ist Tommy, ein Wissenschaftler auf der verbissenen Suche nach einem Heilmittel gegen Krebs. Selbst kleine Erfolge lässt er außer Acht, auf seinem Streben nach dem Durchbruch. Der Grund dafür ist seine Frau Izzy: sie liegt im Endstadium der Krankheit. Der Tumor droht sie endgültig zu besiegen und mit jedem Tag steht es schlechter um sie. Doch während Izzy jede Minute lebt und ihren Frieden mit dem Tod geschlossen hat, stürzt sich Tommy immer tiefer in die Arbeit, unfähig loszulassen. Sein Equivalent findet er in dem Konquistador Tomas, den Izzy zum Helden ihres Romans gemacht hat. Der Ritter ist im 16. Jahrhundert auf der Suche nach dem Baum des Lebens, der seine Liebe, die Königin der Heiden, vor dem sicheren Untergang bewahren soll. Diesen Baum pflegt wiederum der Tommy des 26. Jahrhunderts in seinem Raumschiff auf dem Weg zum Sternennebel Xibalba, der Unterwelt der Maya.   Eine Liebesgeschichte, die ein Jahrtausend überwindet: Darren Aronofskys Projekt war von Anfang an von großen Ambitionen geprägt. So groß, dass ein erster Anlauf an ihnen scheiterte. Nun erblickt seine Vision endlich die Leinwand, mit einem kleineren Budget zwar, aber nicht weniger eindrucksvoll. Was sein Epos so faszinierend macht, sind nicht die eindrucksvollen Bauten oder die im wahrsten Sinne „organischen“ Effekte. Es ist die tief in ihm sitzende Menschlichkeit. Aronofsky („Requiem for a Dream“) beherrscht es wie kaum ein Anderer, Emotionen zu transportieren, eine Liebes- und Leidensgeschichte zu erzählen, die nahe geht. Das macht seinen Film wahrhaft außergewöhnlich.

1 Punkte von Björn Siebert:
Ein Typ, eine Mission, drei Zeitalter: 1535 versucht der Konquistador Tomas in einem Maya-Heiligtum im südamerikanischen Dschungel den Quell ewigen Lebens zu finden. Fünfhundert Jahre später arbeitet das selbe Gesicht unter dem Namen Tommy Creo verzweifelt an einer neuen Heilmethode für Krebs, um seiner todkranken Frau Izzy das Leben zu retten. Nr. 3: Erst im Jahr 2500 in einer seltsamen SF-Reise, durch Raum und Zeit hinein in die Transzendenz, findet Tom die Antwort auf seine Suche. Darren Aronofsky hat seiner Fangemeinde "Pi" und "Requiem for a Dream" geschenkt, nun ist er ausgerutscht. Angebliche philosophische Fragen soll dieses mythische Science-Fiction-Puzzle berühren, aber erst einmal stellt er ganz gewöhnliche Fragen: Ist die Episode im Maya Tempel nur einen Visualisierung der Geschichte, die Izzy in ihrem unvollendeten Buch erzählt, oder ist diese Ebene eine tatsächliche Zeitebene? Wer das schon für Philosophie hält sollte sich zum Ende hin anschnallen, dann tauscht der Kameramann sein um eine halbe Blende unterbelichtetes Bilderkompott in lichtdurchfluteten Yin/Yang Räucherstäbchen-Kitsch um, das passt zum Drehbuch in dem ich nur Esoterikblösinn sehe. Wohin führen also diese Ausbrüche aus der Realitätseben der Filmhandlung? Bei einem Regisseur wie David Lynch oft direkt von der Traumverschiebung hinein ins Unterbewusste, dem Unheimlichen. Ein Puzzle, dass muss auch immer zu entschlüsseln sein, und Erkenntnis bringen. Ich habe noch keinen richtig klugen Satz über den Film "The Fountain" gelesen, sollte mich jedoch jemand aufklären wollen, weswegen dieser Witz von einem Film philosophisch sein soll, bitte bitte bitte. Klar, Aronofsky ist ein Humanist, aber das waren zumeist alle großen Filmemacher. Klar, wer Animation mag, kriegt hier ein paar Effekte um die Ohren gehauen, kann dies aber auch auf der Games Convention tun. Hoffentlich steht Aronofsky vom Boden wieder auf und dreht den nächsten Film auf dem Niveau seines Erstlings "Pi".

3 Punkte von Liv:
Ich muss die Kritik meines Vorredners doch wesentlich relativieren. ´The Fountain´ hat Schwächen - keine Frage, aber ebenso bietet Aronofsky auch Gelungenes. Zu den Schwächen. Es gelingt Aronofsky nicht wirklich die drei angesprochenen Erzählebenen miteinander auf verständliche Weise zu erzählen. Die philosophischen Fragen nach Sinn des Lebens etc. sind zwar irgendwie vorhanden, doch schafft es Aronofsky nicht sie eindeutig zu formulieren. So bleibt ein diffuses Gefühl, keine konkret fassbare Antwort erhalten zu haben. Negativ zu bewerten ist ebenso die reale Liebesgeschichte. Klar, die Protagonistin stirbt, was einiger Dramatik nicht entbehrt. Jedoch ist die Liebesgeschichte allzu simpel gestrickt. Das liegt vor allem an der mangelhaften Charakterisierung der Hauptfiguren, die auf wenige Charakterzüge reduziert werden, wodurch sozial bedingte Emotionen (durch ansprechen der universalen menschlichen Ebenen) samt der der dazugehörogen Identifikation beim Zuschauer ausbleiben. Zu den Stärken. Die visuelle Ebene des Films ist durchaus beeindruckend und wird vor allem durch eine hervorragende Filmmusik transparent gemacht. Weiterhin ist der Film an sich schon homogen, spricht eine kohärente Botschaft von den Fragen nach Unsterblichkeit, Liebe, Erkenntnisdrang des Menschen etc. Zusammenfassend betrachtet kann man ´The Fountain´ sicherlich nicht in die Riege von ´Pi´ und ´Requiem for a Dream´ einordnen, dadurch ist der Mangel an eindeutiger Verständlichkeit doch zu massiv. Aber eine interessante Seherfahrung und ein andersartiges Filmerlebnis kann der Film durchaus leisten.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb