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Arthur Penn

27.09.1922 - 28.09.2010

Info

Arthur Penn ist ein US-amerikanischer Filmregisseur geboren 1922. Durch Filme wie Bonnie und Clyde und [[Alice’s Restaurant]] gilt er als einer der wichtigsten Regisseure des New Hollywood.
Penn, Sohn eines Uhrmachers russischer Herkunft, studierte am Black Mountain College und in Perugia und Florenz, bevor er ans Actors Studio in Los Angeles ging. Als seine Vorbilder nennt er Ingmar Bergman und die Regisseure der Nouvelle Vague.
Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete Penn erst mal als Theaterregisseur. Für seine Inszenierung des Stücks „The Miracle Worker“ wurde er 1959 mit einem Tony Award ausgezeichnet.
Penn arbeitete nur sehr unregelmäßig als Filmregisseur, da er einen sehr hohen Anspruch an die Drehbücher stellte, die er verfilmte. 1958 mit Billy the Kid legte er sein Debüt hin und wurde schon vier Jahre später für [[Licht im Dunkel]] für einen Oscar nominiert. Seine Filmkarriere kam dementsprechend nur langsam voran.
1964 wurde Penn durch John Frankenheimer bei den Dreharbeiten von Der Zug (1964) ersetzt. Ein Mann wird gejagt (1966) war ein Kassenflop. Er wurde von dem Produzent Sam Spiegel gegen Penns Absichten neu geschnitten. In dem Film schockierte eine lange brutalem Szene das Publikum, in der Marlon Brandon zusammengeschlagen wird.
Bonnie und Clyde (1967) wurde dann der lang erwartete Erfolg. Seine Darstellung des berühmten Gangsterpärchens, als gelangweilte, rastlose und desillusionierte Teenager, das im Kugelhagel umkommt, war für seine Zeit die filmischen Grenzen sprengend.
Auch Penns folgende Filme Die heisse Spur (1975) und Duell am Missouri (1975) wurden Kritikererfolge, doch mochte ihm das Publikum bei diesen verrätselten und exzentrischen Werken nicht mehr folgen. Aktuell arbeitet Penn als Mitproduzent bei der Fernsehserie Law & Order mit.
Robert Müller: epd film 10/2007 S. 25: „Chronist des anderen Amerikas - Zum 85. Geburtstag des Regisseurs Arthur Penn“
„Penn war der Chronist eines anderen Amerikas, der sich für Gegenentwürfe zu bürgerlichen Existenzformen interessierte […] Die Identitätssuche des Individuums, das mit wilden, oft gewaltsamen Taten auf sich aufmerksam zu machen versuchte, wurde zu einem zentralen Thema von Penns Filmen. Sie zeigen das Ausbrechen der Figuren aus vorgezeichneten Lebensentwürfen, das lustvolle und schmerzhafte Ausprobieren von Alternativen. Und sie zeigen, wie die Realität Träume und Ideale korrumpiert.“

Regie

Auftritt

Drehbuch

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb